Besuch aus Ohio

Es war der achte Besuch von Jay Martin und seiner Fußballmannschaft der Ohio Wesleyan Universtiy (OWU) in Baumholder. Von Routine aber keine Spur. Im Gegenteil. Noch nie war  eine OWU-Reise dermaßen geprägt von Hilfsbereitschaft, von Zusammenhalt und Unterstützung. Das wurde während der Abschlussfeier am Sonntag im Jugendzentrum deutlich.  
Trainer Jay Martin drückte es in seiner unterhaltsamen, in deutscher Sprache gehaltenen Rede, so aus: „Jede Reise war sehr gut. Aber diese Reise war die Beste.“ Die Spiele, die Stadtführungen, Andechs, das Essen – alles sei fantastisch gewesen. Aber der beste Teil der Reise seien jedes Mal die Gastfamilien. Vor der Tour, so Martin, seien die Studenten nervös, weil sie nicht wissen, was sie in ihrem Zuhause auf Zeit erwartet. „Aber nach der Reise wissen sie, dass die Familien der beste Teil der zwei Wochen war.“ Das bestätigen auch die Fragebögen, die Tour-Koordinator Bernd Mai an alle 28 Studenten ausgegeben hatte. Darin werden sie gefragt, was sie sich noch gewünscht hätten und was ihre schönste Erfahrung in Deutschland war. In diesem Jahr waren sich die Studenten einig. Zwei Punkte wurden immer wieder genannt: Das Supercup-Spiel in der ersten Reihe im Dortmunder Stadion und der Aufenthalt bei den Gastfamilien.Bild "Unsere Stadt:Weslyan 2017 Bochum Homepage.JPG"
Das betont auch Bernd Mai: „Wenn ich mich heute so umkucke, sehe ich eine einzige OWU-Familie. 110 Personen – ich glaube, es ist eine Großfamilie.“ Damit meinte er nicht nur die 21 Gastfamilien aus der gesamten Region – von Dickesbach bis Hoof. Er schloss auch die Offiziellen von Stadt und Verbandsgemeinde ein, Physio Robert Ruth, Walter Deyer von der Kirner Brauerei, Bode Menze und Uwe Kemmer von Schalke 04, die Vertreter von Vereinen und die eigene Familie. „Sie halten uns den Rücken frei, sind zur Stelle, wenn Not am Mann ist.“  Egal, ob beim Waschen der Trikots, beim Dekorieren des Jugendzentrums, beim Verteilen der Gefüllten Klöße während des Abschlussfestes, die in der rollenden Küche des Technischen Hilfswerks Idar-Oberstein gekocht wurden. Mai nannte noch ein Beispiel, das ihn gleich zu Beginn der Deutschland-Tour positiv stimmte: Als er in einer Mail an alle Gastfamilien einen Hilferuf losließ, dass noch zwei Studenten unterzubringen sind, da gab es Angebote von allen Seiten. Locker hätte er noch fünf Kicker unterbringen können. „Jay, das nächste Mal kannst Du also mit 35 Fußballern kommen“, so Mai. Ob es ein nächstes Mal gibt, das steht noch in den Sternen. Jay Martin ist mittlerweile 68. Geht es nach ihm, wird er in drei Jahren den 30. Geburtstag der Verbindung Baumholder-Delaware, aus der 2012 eine offizielle Städtepartnerschaft entstanden ist, vor Ort feiern. Er sieht Baumholder als seine „zweite Heimat“.
Dabei haben er und seine Jungs kaum Zeit im Westrich verbracht. Das Programm, das Bernd und Melanie Mai zusammengestellt hatten, war äußerst vollgepackt. Das war auch so gewünscht. Bernd Mai drückt es so aus: „Die Studenten sollten nicht nur Fußball spielen und Bier trinken, sie sollten auch die deutsche Kultur und die deutsche Geschichte erleben.“ Der Kölner Dom, Schloss Hohenschwangau, das Schloss in Heidelberg, Kloster Andechs, die Allianz-Arena in München,  die römischen Reste in Trier – Besichtigungen gab es jede Menge. Und Fußball. Neben dem absoluten Höhepunkt – Fußballmuseum und Supercup in Dortmund – sind es auch die eigenen Spiele, die den Amerikanern in Erinnerung bleiben werden. „Wir haben viele verschiedene Klassen gespielt, das war gut für meine Jungs.“ Dass dabei nur zwei Siege herausgesprungen sind, sieht Martin nicht als dramatisch an. Viel wichtiger seien die Erfahrungen, die Lehren, die seine Spieler daraus ziehen und mit in die neue College-Fußball-Runde in den USA nehmen. Und außerdem: Die Bilanz liest sich gar nicht so schlecht: Zwei Siege gegen Baumholder und Brücken, ein Unentschieden gegen die U19 des 1. FC Saarbrücken in Oberkirchen, drei Niederlagen gegen 1. FC Kaiserslautern (U19), FC Ismaning und Viktoria Köln.
Nicht selten standen die Gastfamilien am Spielfeldrand uns feuerten ihre Jungs an. Genau wie die beiden Bürgermeister Bernd Alsfasser (Verbandsgemeinde) und Günther Jung (Stadt), die nicht nur zum Empfang und zum Essen geladen hatten, sondern auch auf den jeweiligen Sportplätzen Interesse zeigten. Und die am Sonntag im Jugendzentrum sowohl Jay Martin als auch Bernd und Melanie Mai ehrten. Günther Jung sprach gar von einem „Beitrag zur Völkerverständigung“.  
Und auch Jay Martin hatte einen Ehrungs-Marathon vorbereitet. Er würdigte die Gastfamilien, die schon seit vielen Jahren mitmachen. Sie erhielten eine Tasche mit Leckereien aus Ohio. Es waren dies die Familien  Elfriede Gedratis, Günter Heinz, Edgar Dickes, Sigrid Zimmer, Günter Gehres, Michael Gutendorf, Richard Hammel und Peter Kiderle. Sie freuen sich ebenfalls schon auf den Besuch Nummer neun in vielleicht drei Jahren. Dann ist die OWU-Familie wieder zur Stelle.
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Altstadtfest Baumholder: vlexx bietet wieder Spätzüge nach Idar-Oberstein an


Vom 18. bis 20. August 2017 findet die 29. Auflage des Altstadtfestes in Baumholder statt. Auf zwei Bühnen, am Marktplatz und in der Poststraße, gibt es von Freitag bis Sonntag zahlreiche Highlights für Jung und Alt. Mit Take Two, den Roxxbusters, Radiosolid, Pina Colada, Fade Out, Complete und den Habachtalern konnte man wieder Spitzenbands verpflichten, die für jeden Geschmack etwas bieten.
Auch kulinarisch bietet das Altstadtfest 2017 wieder reichhaltige internationale Vielfalt.

Die Regionalbahn RB 34 bringt die Besucher täglich im Stundentakt von Idar-Oberstein nach Baumholder und wieder zurück. Zusätzlich werden am Samstag, dem 19. August, Spätfahrten ab Baumholder angeboten. Dies ermöglicht einen Besuch in Baumholder ohne Sorge um den Führerschein, zumal der Bahnhof zu Fuß nur ca. 10 Minuten von der Festmeile am Marktplatz und der Poststraße entfernt liegt.

Um den Festbesuchern eine bequeme An- und Rückreise mit dem Zug zu ermöglichen, bietet der Rheinland-Pfalz-Takt über den täglichen Stundentakt hinaus in der Nacht von Samstag, dem 19. auf Sonntag, den 20. August 2017 zwei Spätzüge an. Diese fahren ab Baumholder um 0:00 und um 2:00 Uhr in Richtung Idar-Oberstein mit Halt in Ruschberg, Heimbach Ort, Nohen und Kronweiler.

Fahrkarten und Fahrplan
Günstig ist man mit der RNN-Single- oder Gruppen-Tageskarte für eine oder bis zu 5 Personen unterwegs, die bis zum letzten Zusatzzug gültig ist. Ab Nohen, Heimbach Ort oder Ruschberg kostet die Gruppen-Tageskarte 11,50 Euro, ab Idar-Oberstein sind es 16,30 Euro (also gerade mal 3,26 pro Person für Hin- und Rückfahrt).

Informationen zum Fahrplan erhalten Fahrgäste im Internet unter www.rnn.info und www.vlexx.de oder bei den Servicenummern von vlexx 06731 999 27 27 und des RNN 06132-78 96 22.

Alle Fahrplanangaben ohne Gewähr.

Zweckverband Schienenpersonennahverkehr
Rheinland-Pfalz Süd






2. Stadtlauf an der Kirmes 2017

Bild "Unsere Stadt:K11.JPG"Attraktiver oder möglichst einfach? Das war die Fragestellung bei der jüngsten Sitzung der Organisatoren des Stadtlaufs in Baumholder. Konkret geht es dabei um die Streckengestaltung. Denn eine neue Strecke musste her. Die Erfahrungen der Premiere im vergangenen Jahr haben das Orga-Team von DLRG und VfR dazu bewogen, bei der zweiten Auflage am Sonntag, 17. September, statt eines Fünf-Kilometer-Laufs eine Zehn-Kilometer-Variante anzubieten. „Denn viele Zuschauer meinten, für fünf Kilometer ziehen sie nicht die Laufschuhe an“, erklärte der Kopf des Orga-Teams, Günter Heinz.
Um die Teilnehmer möglichst nicht die gleiche Runde zu oft laufen zu lassen, haben Mitglieder des Orga-Teams neue Strecken erarbeitet. Die erste Variante wäre für die Läufer spannender, wäre mehr im Kirmes-Geschehen und böte die Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Dicker Turm oder Linde auf der Strecke. Sie wäre 2,02 Kilometer lang – was fünf Runden bedeuten würde. Die zweite Variante würde die Läufer zentraler im Stadtkern halten. Die Strecke wäre 1,72 Kilometer lang, sechs Runden wären erforderlich. Der Knackpunkt: die Anzahl der Helfer. Für die erste, interessantere Variante wären doppelt so viele Helfer notwendig. Nach langer Diskussion kam es zur Abstimmung: Mit knapper Mehrheit entschieden sich die Mitglieder des Orga-Teams für die erste, „attraktivere Variante“, wie es Heinz ausdrückt. Zur Begründung: Der Stadtlauf als Teil der Baumholder Kirmes soll zu einer festen Einrichtung werden, soll wachsen und Zuschauer anziehen und vor allem im Kirmes-Geschehen halten. Dafür brauche es auch eine spannende Strecke.
Der Startschuss fällt um 15:30 Uhr. Dann gehen zunächst die Jungs und Mädels an den Start. An den Strecken für die Kinder und Jugendliche hat sich nichts geändert (Bericht folgt).
www.baumholder-stadtlauf.de






Kinderbonus in Baumholder

Was in Rheinland-Pfalz laut Nahe-Zeitung als kurios angesehen wird, wird von den jungen Eltern der Stadt Baumholder gerne angenommen. Der Stadtrat beschloss, dass alle Haushalte, die seit dem 1. Januar 2015 Nachwuchs bekommen haben, 12 schwarze Müllsäcke zur Entsorgung der Windeln erhalten sollen. Somit sparen die jungen Familie 42 Euro im Jahr, wenn sie zusätzliche Müllsäcke zum Entsorgen von Müll erwerben müssten.
Darüber hinaus besucht ein Vertreter der Stadtspitze jede junge Familie und begrüßt das Neugeborene mit einem persönlichen Geschenk.




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Trauen Sie sich? Im Dicken Turm der Stadt Baumholder können Sie sich von Mai bis Oktober einander das Ja-Wort geben. Mehr Infos hierzu gibt Ihnen gerne Frau Zahler oder klicken Sie Hochzeit.pdf an.





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